Einbindung von Lieferanten als Teammitglied in Wertanalyse-Projekten

Die Einbindung von Lieferanten in Wertanalyse-Projekte wird immer wichtiger. In unserem Beitrag Anfang März haben wir die 6 Erfolgsfaktoren vorgestellt. Dieser BLOG-Beitrag schildert die verschiedenen Möglichkeiten.

Der Lieferant als zeitweises Teammitglied

Diese Art der Zusammenarbeit ist die einfachste Möglichkeit, einen Lieferanten in ein Wertanalyse-Projekt einzubinden. Der zeitliche Rahmen ist hierbei klar abgegrenzt und wird auf das Produkt bzw. die Komponente des Lieferanten begrenzt. Interne Informationen können relativ einfach aus der Wertanalyse ausgeklammert und die Sitzungen entsprechend gesteuert werden.

Inhaltlich kann der Lieferant schon zur Anforderungsanalyse und Funktionenanalyse eingebunden werden. Spätestens für die eigentliche Lösungssuche und erste Bewertung muss der Lieferant an der Sitzung teilnehmen.

Der Lieferant als Teammitglied

In Wertanalyse-Projekten wird der Lieferant typischerweise dann ins Team integriert, wenn

  •  das wichtigste Kern-Bauteil des Produkts identifiziert wurde,
  •  das Lösungsprinzip für das Bauteil feststeht (z.B. soll die Funktion hydraulisch gelöst werden, nicht mechanisch),
  •  der Lieferant für dieses Bauteil eindeutig feststeht und
  •  die vertraglichen Rahmenbedingungen festgelegt wurden.

Die Wertanalyse beim Lieferanten

Hier ist zu beachten, in wie weit der Lieferant für eine solche Aktivität bereit ist, wer für die Kosten aufkommt und wie die Erfolge zu verteilen sind.

Ansonsten läuft ein solches Projekt normalerweise wie jedes andere Wertanalyse-Projekt auch ab. Der Teammoderator sollte dabei auf jeden Fall ein externer sein, so dass eine einseitige Betrachtung vermieden und die Neutralität gewahrt wird. 

 

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